Unsere Arbeit

Denise

Diese junge Frau wuchs in der Hölle auf.
Ihr Vater, christlicher Würdenträger in der Gemeinde und Religionslehrer des Dorfes, misshandelte sie und ihre Schwester regelmäßig, äußerst brutal und von klein an. Hierzu wurden sie stets in ein düsteres Hinterzimmer gebracht, wo ihre stundenlangen Schreie niemand hören konnte. Die Mutter, selbst jähzornig und durch ihr eigenes Schicksal gebrochen, hat ihre Kinder nie beschützt, sondern den Vater gewähren lassen.

Sie hat auch nicht verhindert, dass Denise von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde, permanent und so lange sie denken konnte. Auch sonst half ihr niemand, der Kinderarzt verschrieb Kamillenbäder gegen die Schmerzen und schaute im Übrigen weg.

Nach außen spielte die Familie eine heile Welt vor und die Kinder wurden in ihrem Umgang isoliert und streng überwacht, um sie an jeder Gegenwehr zu hindern.

Die Eltern wurden Mitglieder einer obskuren Sekte, deren Brachialglaube für die Kinder systematische Folter und Misshandlungen bedeutete. Damit verbunden war auch, Denise stets weiter unter Kontrolle zu halten und zu verhindern, dass sie sich lösen konnte. Erst als sie in der Schule psychologisch auffiel und in betreutes Wohnen kam, bekam sie eine Chance. Um sich ihren Eltern zu entziehen, versuchte sie sich danach ein eigenes Leben aufzubauen. Doch die Sekte ermittelte stets ihren Wohnort und bedrohte sie weiterhin massiv.

Stiftung Kinderwürde hat jetzt durch finanzielle Unterstützung dafür gesorgt, dass Denise untertauchen und sich so ihren Peinigern entziehen konnte. Ihr heutiger Wohnort ist streng geheim.