Unsere Arbeit

Barbara

Sie hatte nie die Kraft, ihre Peiniger anzuzeigen. Dazu kommt, dass es sich um Täter handelt, die zur organisierten Kriminalität gehören und deshalb immer die Gefahr bestand, dass dann Maßnahmen der Vergeltung und Einschüchterung die Folge wären.

Die Torturen, denen sie bereits als ganz, ganz kleines Mädchen ausgesetzt war, sind unaussprechlich: innerfamiliärer und außerfamiliäre Missbrauch, sowohl durch "Weiterreichen" der Tochter an andere Männer durch den Vater, Mitglied einer sektenarten, kriminellen Vereinigung.
In dem Rahmen der Zusammenkünfte wurden Rituale durchgeführt, die man nur mit Folter beschreiben kann.

Die kindliche Seele hat diese Massiv-Traumatisierungen nicht verkraftet und zerbrach. Unfähig, Menschen noch einmal zu vertrauen, flüchtete sie in eine parallele Persönlichkeit.

Die Auswirkungen zerstören bis heute das gesamt soziale Leben. Barbara, mittlerweile eine junge Frau, ist nicht arbeitsfähig und wird dies auch in absehbarer Zeit nicht sein. Sie kann ihre Wohnung nicht verlassen, nicht mit Menschen umgehen.

Der verzweifelte Wunsch nach Normalität nimmt irgendwann Gestalt an: eine Delfintherapie. Man weiß aus vielen Beispielen, dass gerade kindliche, traumatisierte Innenpersonen durch diese außergewöhnlichen Tiere wieder Vertrauen zu einem Lebewesen aufbauen lernen, auch wenn dies (noch) kein Mensch sein kann.

Stiftung Kinderwürde hat sich maßgeblich an den Kosten der Therapie beteiligt. Diese ist mittlerweile erfolgreich durchgeführt, die Ergebnisse geben durchaus zu Hoffnungen Anlass. Dennoch hat sie noch einen weiten Weg vor sich.